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Personal/Hintergrund  

Jahrestagung des Bezirkes

Thomas Bürger (Pokal), Carsten Schirm (2.BL West Herren), Edgar Kraus (2.BL Ost Damen) und Norbert Rudrich (3. BL Ba/Fo/Lif) neue Spielleiter!

Aus dem Kreis Lichtenfels wurde Bezirksrevisor Robert Görlich aus Altenkunstadt und Frauenvertreterin Conny Gebert-Scholl mit der BTTV-Ehrennadel ausgezeichnet. Links Bezirksvorsitzender Hartmut Müller. Foto: Hans Franz

Altenplos
Gehört der Tischtennisbezirk Oberfranken in seiner jetzigen Zusammensetzung mit neun Kreisen im nächsten Jahr der Vergangenheit an? Die Entscheidung darüber soll am kommenden 9. Juli in Amberg beim außerordentlichen Verbandstag des Bayerischen Tischtennis-Verbandes (BTTV) fallen. Vorgesehen ist dann eine Struktur- beziehungsweise Gebietsreform, nach der es keine Kreise mehr geben wird, sondern aus bisher sieben Bezirken dann 16 Bezirke als unterste Einheit in Bayern entstehen sollen. Oberfranken würde demnach in zwei Bezirke aufgeteilt, und zwar in die Region Ost (Hof, Bayreuth, Kulmbach, Kronach) und West (Coburg, Neustadt, Lichtenfels und Bamberg).

Diese geplante Änderung zog sich wie ein roter Faden durch die Jahresversammlung des Bezirkshauptausschusses im Landgasthaus Moreth in Altenplos. Bei dieser Zusammenkunft blickte zunächst Bezirksvorsitzender Hartmut Müller (Lichtenfels) auf die wichtigsten Ereignisse in der abgelaufenen Serie 2016/2017 zurück. Dabei bemerkte er, dass zwar der Schwund an Mannschaften und Spielern gegenüber der Vorsaison nicht mehr so gravierend war, jedoch nicht gestoppt werden konnte. So sei in Oberfranken ein Rückgang um 15 auf 997 Teams und um 236 auf 8015 Akteuren zu verzeichnen gewesen.

Müller vermutete, dass trotz vieler Versuche hier dagegen zusteuern, weitere Abgänge zu erwarten sein werden. Er hoffte deshalb, dass vor allem die Vereine selbst alles daran setzen, um diesen Negativtrend entgegen zu wirken. Als positiv bewertete der Bezirkschef, dass der Bezirk erneut Ausrichter von Verbandsveranstaltungen sein durfte, der Spielbetrieb erfolgreich bewältigt und dabei ausgezeichnete Ergebnisse erzielt worden seien. Überschattet worden sei eine ereignisreiche und arbeitsintensive Saison vom Tod des Ehrenbezirksvorsitzenden Joachim Franke (Kronach). Verständlicherweise ging Müller auf die geplante Strukturreform ein, mit der versucht wird die Probleme, die vor allem mit der um sich greifenden Verringerung an Spielern und Vereinen aufgetreten sind, in ihrer Auswirkung zu minimieren. "Ob bei einer Zustimmung zur Reform alles damit erreicht werden kann, wird sich zeigen", meinte Müller etwas skeptisch. Groß war sein Katalog an Dankesworten. Diese reichten von Ausrichtern von Veranstaltungen und Turnieren über die ihm zur Seite stehenden Fachwarte bis hin zu den Spielern sowie den Vereinen und Verantwortlichen an der Basis.

13 Fachwarte hatten ihre Berichte mit Rückblick, Stellungnahmen sowie Statistiken in schriftlicher Form erstellt und gaben in der Versammlung zusätzliche Ergänzungen ab. Der stellvertretende Bezirksvorsitzende Hans-Albert Braemer (Tiefenlauter) stellte mit Freude fest, dass die von Gunther Czepera (Altenkunstadt) und Norbert Rudrich (Eggolsheim) betreute Bezirks-Homepage an Aktualität und Qualität kaum zu überbieten sei. Bedauert wurden von ihm allerdings die rückläufigen Teilnehmerzahlen an Turnieren. Bei den Bayerischen Meisterschaften der S/A-Klasse hätte es leider nur zu einer Silbermedaille durch das Doppel Marius Zaus/Tobias Ehret (SpVgg Effeltrich) gereicht. In der niedrigeren B-Klasse habe Claus-Peter Eberhardt, ebenfalls Effeltrich, den Titelgewinn eingefahren.

Die besten Mannschaften Mannschaftssport-Fachwart Reinhard Müller (Schwarzenbach/S.) hatte sich die Mühe gemacht und die besten oberfränkischen Mannschaften nach ihrem Durchschnitts-QTTR-Wert zu ermitteln: 
Die zwölf besten Herrenteams: 
1. TTC Wohlbach (3. Bundesliga) 2161 TTR-Punkte, 
2. DJK-SpVgg Effeltrich (Regionalliga) 2133, 
3. SV-DJK Eggolsheim (Landesliga) 1971, 
4. TTC Rugendorf (Bayernliga) 1932, 
5. DJK-SpVgg Effeltrich II (Bayernliga) 1923, 
6. TTC Tiefenlauter (Bayernliga) 1912, 
7. FC Bayreuth (Landesliga) 1902, 
8. TSV Untersiemau (Landesliga) 1838, 
9. TTC Tiefenlauter II (Landesliga) 1819, 
10. TTC Creußen (Oberfrankenliga) 1813, 
11. TTV Altenkunstadt (Landesliga) 1770, 
12. TS Arzberg (Oberfrankenliga) 1766.

Damen: 
1. TV Ebersdorf (Oberliga) 1632, 
2. TTC Tiefenlauter I (Bayernliga) 1544, 
3. TTC Neunkirchen am Brand (Landesliga) 1515, 
4. SpVgg Hausen (Landesliga) 1485, 
5. TTC Tiefenlauter II (Bayernliga) 1481, 
6. ATS Kulmbach (Landesliga) 1480, 
7. TV Konradsreuth (Landesliga) 1463, 
8. SV Sparneck (Oberfrankenliga) 1436, 
9. TV Ebersdorf II (Oberfrankenliga) 1429, 
10. TSV Unterlauter (Landesliga) 1426, 
11. TTC Wohlbach (Landesliga) 1401, 
12. TSV Untersiemau (Landesliga) 1396.

Jugendfachwart Bernd Wohlhöfer (Kunreuth) bemerkte hinsichtlich der künftigen Ligenteinteilung, dass Mannschaften nur noch bedingt in höheren Ligen spielen wollen. Nicht zufrieden zeigte er sich damit, dass nach der neuen Wettspielordnung auch für den Nachwuchsspielbetrieb die Entfernung zum Gegner bis zu 60 Kilometer unter der Woche festgelegt worden sei. Er hat deswegen einen Antrag zum Verbandstag eingereicht, wonach wie bisher lediglich 40 Kilometer zu Auswärtsspielen zur Anwendung kommen sollen.

Seniorensport-Fachwart Günter Zech (Kulmbach) bezeichnete als Höhepunkt die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft in der Altersklasse (AK) 60 des TTC Tiefenlauter. Im Einzelwettbewerb stachen bei den "Deutschen" der Vizetitel des Herrendoppels Reiner Kürschner/Rolf Eberhardt (TTC Tiefenlauter) in der AK 60 und der dritte Rang des Mixed-Paares Kürschner mit Petra Rubin (TTC Neunkirchen) heraus. "Bronze" hätte im Mixed der AK 50 auch Christoph Teille (TS Kronach) mit seiner hessischen Partnerin errungen.

Breitensport-Fachwart Detlef Ramming (Gefrees) berichtete hinsichtlich der Mini-Meisterschaften, dass bei 27 Ortsentscheiden die Teilnehmerzahl um 55 gegenüber dem Vorjahr auf 303 Teilnehmer gesteigert werden konnte. Die besten Zahlen vermeldeten der Kreis Coburg (118) und Bayreuth (86). Die für das Schiedsrichterwesen zuständige Margit Mörtl (Hof) informierte, dass der Bezirk über 59 Unparteiische verfügt. Besonders wies sie auf einen im Frühjahr stattfindenden Neulingslehrgang hin.

Am Ende seines Berichtes führte der Pokalspielleiter Harald Flutschka (Hirschaid) aus, dass er aus beruflichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellen müsse. Zu seinem Nachfolger wurde Thomas Bürger (TSV Untersiemau) gewählt. Neuer Spielleiter ist auch Carsten Schirm (Meeder) für die 2. Bezirksliga West (Herren) und Edgar Kraus (Friesen) für die 2. Bezirksliga Ost der Damen (jeweils für Harald Wich). Weiterer neuer Spielleiter für die die Herren der 3. Bezirksliga Bamberg/Forchheim/Lichtenfels ist Norbert Rudrich.

Bei der Besprechung des vom Bezirksvorsitzenden Müller vorgelegten Haushaltsentwurfs für das kommende Jahr wurde eine Reduzierung von Beiträgen vorgenommen. So wurden der Grundbeitrag für die Vereine von 30 auf 10 Euro und der Mannschaftsbeitrag von 25 auf 20 Euro gesenkt. Dies geschah nicht zuletzt deshalb, weil bei einer kommenden Strukturreform die vorhandenen Kassenbestände dem Verband zufließen würden. In diesem Zusammenhang hatte der Kreisvorsitzende von Bayreuth, Daniel Geßenich, so seine Probleme. Die Vereine seines Kreises hätten nämlich schon für ein bevorstehendes Jubiläum zu keiner unerheblichen Rücklage ihren Beitrag geleistet. Sollte die geplante Strukturreform greifen, dann müsste er auch diese Gelder dem Verband überlassen. Damit würde sein Kreis bestraft und dies könne doch nicht sein.

Ehrungen 
Zu Beginn der Versammlung wurden drei Ehrungen vorgenommen. So wurde Bezirks-Sportwart Reinhard Müller (Schwarzenbach/Saale) mit der BTTV-Ehrennadel in Gold mit großem Kranz für eine 40-jährige Mitarbeit im Bezirk ausgezeichnet. Müller war unter anderem tätig als Kreisjugendwart (von 1970 bis 1976), stellvertretender Kreisvorsitzender (1976 bis 1991 und von 1994 bis 1997), stellvertretender Bezirksvorsitzender (2000 bis 2007). Seit 1974 ist Müller Bezirksspielleiter sowie seit 1991 Bezirksfachwart für den Mannschaftssport. Des Weiteren wurden geehrt Bezirksrevisor Robert Görlich (Altenkunstadt) mit der BTTV-Ehrennadel in Silber für eine zehnjährige Bezirksmitarbeit und Frauenvertreterin Conny Gebert-Scholl (Burgkunstadt) mit der BTTV-Ehrennadel in Bronze für eine fünfjährige Bezirksmitarbeit.

Beste Jugendarbeit in den Vereinen 
Ausgezeichnet wurden mit den vom Bezirks-Ehrenvorsitzenden Joachim-Franke gestifteten Pokalen und Preisen für die beste Nachwuchsarbeit nach einem gewissen Punktessystem der TSV Unterlauter (1507 Punkte), der TTC Mainleus (950) und der FC Adler Weidhausen (843). Unter den 155 bewerteten Vereinen waren unter anderem vertreten: 4. TSV Ebermannstadt (837), 5. TTC Rödental (802), 6. SpVgg Hausen (577), 7. SV-DJK Eggolsheim (526), 8. TSV Bad Rodach (513), 9. ATSV Oberkkotzau (513), 10. SV Berg (448), 12. FC Bayreuth (411), 16. Post-SV Bamberg (365), 20. TSV Teuschnitz (339), 21. TTC Geuthenreuth (321), 28. TV Längenau (282).

Termine Bei der Vorschau wurden folgende Termine fixiert: 30. September/1. Oktober - Einzelmeisterschaften der Damen und Herren in den Kreisen, 7./8. Oktober - Einzelmeisterschaften Jugend und Schüler in den Kreisen, 21./22. Oktober - Bezirks-Einzelmeisterschaften Damen und Herren (Ausrichter wird noch gesucht), 12. November - Bezirks-Einzelmeisterschaften der Jugend und Schüler A/B beim TV Ebersdorf/C., 26. November - Bezirks-Einzelmeisterschaften der Schüler C beim TTC Rugendorf, 6./7. Januar 2018 - Bezirkseinzelmeisterschaften der Senioren (Ausrichter wird noch gesucht). hf / Hans Franz

Hans Franz

Bezirksvorsitzender Hartmut Müller zeichnete mit der Ehrennadel des Bayerischen Tischtennisverbandes in Gold mit großem Kranz für eine 40-jährige Mitarbeit Bezirks-Sportwart Reinhard Müller von der TS Schwarzenbach/Saale aus. Foto: Hans Franz